Träume, Räume,
Bilder ... |
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| Dreams,
rooms, images
... The idea for “DREAM-CREATION” was born in early 1985. Wolfgang Schneider and I had been preparing a shared exhibition project, for which we put into picture some ideas for photographic realization in the rooms of the “Gallery in the Hallway” of the AMO Cultural Center in Magdeburg (the former “Ernst Thälmann” Cultural Center). A photo of the empty hallway was taken just on the |
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Als Leiter der „Galerie
im Flur“ konnte ich mich schnell für die Idee einer „Ausstellung über
einen (Ausstellungs-) Raum“ begeistern und auch die Kulturhausleitung
von diesem Projekt überzeugen: das Thema der 11. Ausstellung der
Galerie stand somit fest!
Über meinen Freund Michael Groschopp kam ich bereits einige Zeit zuvor zur MAIL ART und verfügte durch verschiedene Projektbeteiligungen auch über ’ne Menge Adressen. Außerdem wollten wir Freunde und Bekannte einladen und natürlich auch eine Vielzahl von Berufs- und Volks-(Amateur-)Künstlern (in der DDR). Die Einladungen waren schnell entworfen und auch der Druck war unkompliziert (für „Einladungen“ benötigte man keine staatliche Druckgenehmigung!), wir mussten lediglich einen Kompromiss zwischen offizieller Einladung und privater Initiative finden: das Kulturhaus ließ drucken, wir übernahmen die Versendung und natürlich auch den Empfang der Postkarten. Die Resonanz auf unser Projekt war beachtlich! Und aufregend!! Wolfgang und ich tauschten uns ständig über die neuesten Posteingänge aus, trafen uns zur Begutachtung der eingesandten Beiträge – wir waren begeistert! Von der thematischen Vielfalt, den oft hintergründigen und mehrdeutigen Gedanken(-spielen), von den (technisch) reizvollen und überraschenden Umsetzungen, ... von der Menge der Teilnehmer und der Beiträge! Der Spätherbst 1985 brachte dann die erste Ernüchterung – die Kulturhausleitung bekam kalte Füße, nachdem wir ihnen die Projektbeiträge präsentierten. Das könnten sie nicht (mehr allein) entscheiden, wir sollen die Arbeiten zur Begutachtung einreichen – so die (vertröstende) Stellungnahme. Wer das ganze beurteilen sollte, ließ man ungesagt. Wir stellten also die für die Ausstellung vorgesehenen Beiträge zusammen – direkt staatskritisches bzw. -feindliches hatten wir bereits aussortiert – und verfassten Kommentare zur inhaltlichen Aussage der jeweiligen Karten. Die Ausstellung „tRAUMgeBILDe“ wurde untersagt (ohne Begründung), was stattdessen dann in der „Galerie im Flur“ gezeigt wurde, hab’ ich vergessen ... Zugegeben, etwas blauäugig sind wir an die Umsetzung dieses Projektes schon heran gegangen mit unserer Idee, dass man MAIL ART in der DDR auch in offiziellen (staatlichen) Einrichtungen präsentieren kann. Glücklicherweise ist’s auch (nur) bei ’nem blauen Auge für uns geblieben – die nach der Wende für uns zugängliche von der Stasi verfasste Beurteilung zum „tRAUMgeBILDe“ (PDF-Datei, 156 KB) machte uns unsere Gratwanderung im nachhinein recht deutlich – das Gefahrvolle hatten wir damals kaum in Erwägung gezogen ... Fragmentarisch wurde das „tRAUMgeBILDe“-Projekt zu DDR-Zeiten dann u.a. im Studentenklub „HdL“, im Jugendklub „Reform“ und in der „Klubgalerie am Hasselbachplatz“ in Magdeburg vorgestellt und im Herbst 1988 in (weitestgehend) kompletter Form im Kulturbund-Klub Schönebeck gezeigt. Auf Initiative von Dorothea Riep vom Soziokulturellen Zentrum "abriss“ starteten Wolfgang Schneider und ich 1995 ein zweites „tRAUMgeBILDe“-Projekt in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Magdeburg und des AMO-Kulturhauses. Als Auftakt wurde im Magdeburger „abriss“ noch einmal das ’85er Projekt vorgestellt (2.12.1994 – 5.1.1995). Wolfgang Schneider blieb als Werbeagentur-Chef nur wenig Freiraum für dieses neue Projekt und auch mich beschäftigten zu dieser Zeit eher die Sorgen um’s tägliche Brot – somit war unser jetziges Engagement eher verhalten. Klar, dass dann natürlich die Teilnehmerzahl und damit auch die Zahl der Beiträge weit hinter unserem ’85er Projekt zurückblieben. In der „Feuerwache Sudenburg“ (30.01. – 08.03.1996) und in der (noch bestehenden) „Galerie im Flur“ (15.03. – 21.04.1996) wurden in zwei aufeinander folgenden Ausstellungen die Projektergebnisse „tRAUMgeBILDe 1985 + 1995“ zusammen präsentiert. Für das aktuelle MAIL ART-Projekt „tRAUMgeBILDe 2005“ gab erneut Dorothea Riep (jetzt vom Soziokulturellen Zentrum „Volksbad Buckau“ der Stadt Magdeburg) den Anstoß: zum dritten (und letzten!) Mal sollte der FLUR verschickt werden und zur Gestaltung auffordern – das Stadtjubiläum „Magdeburg 12hundert“ 2005 wäre doch neben unserem 20jährigen ein willkommener Anlass und würdiger Rahmen! Einige Überredungskünste ihrerseits brauchte es dann aber schon, bis ich mich Anfang Januar (2005) noch einmal entschließen konnte, mich für ein derartiges Projekt zu engagieren – jede Menge (vor allem zeitlicher) Aufwand würden die projektbegleitenden Arbeiten wohl bedeuten! Die Vorbereitungen einer erneuten „Revival“-Ausstellung der bisherigen beiden Projektteile (16.2. – 3.3.2005 im „Volksbad Buckau“) brachten die alte Begeisterung zurück und ließen meine Bedenken etwas in den Hintergrund treten ... Das Kulturamt der Stadt Magdeburg war und ist wieder als Partner dabei und co-finanziert(e) vor allem die Portokosten (DANKE!), alles weitere lag (und liegt) hauptsächlich auf meinem Tisch: Einladungen gestalten und drucken lassen, die alten Adressen wieder hervorsuchen, neue Anschriften recherchieren, ... – und natürlich eine Web-Site für das Gesamtprojekt erstellen, einschließlich der Digitalisierung aller Beiträge! Die Suche nach geeignetem Adressmaterial gestaltete sich dabei am aufwendigsten. Aus der MAIL ART-Szene hatte ich mich schon vor Jahren verabschiedet, dank Internet gelangte ich aber doch recht schnell zu überwiegend aktuellen Anschriften und zu Verlinkungsmöglichkeiten unserer Web-Site. Durch das Internet war es jetzt auch möglich, eine Vielzahl (professioneller + nicht MAIL ARTistisch wirkender) Maler, Grafiker, Illustratoren, Fotografen, ... (überwiegend aus Deutschland) zu erreichen und zu einer Teilnahme an unserem Projekt einzuladen – die damaligen Berührungsängste mit dieser Art Kunst scheinen um einiges geringer geworden zu sein, wir erhielten bislang jedenfalls ein überwiegend positives Echo. Leider gestaltet sich das Auffinden von (möglichen) Teilnehmern aus Osteuropa, Asien und vor allem Afrika (trotz Internet) recht schwierig – wir sind (insbesondere hierbei) über jede Form der Werbung für „tRAUMgeBILDe 2005“ hocherfreut und sehr dankbar. Der bisherige Aufwand hat meine anfänglichen Erwartungen (oder besser Befürchtungen) schon weit übertroffen, die aktuellen Projektbeiträge entschädigen aber um ein Vielfaches – ein Ende kreativer Einfälle scheint es nicht zu geben! Schönebeck, Mai 2005 Thomas Westermann
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side – and the
thought crossed our mind that other people might also enjoy to fill
this (without exhibitions) desolate hallway with life. As manager of the “Gallery in the Hallway”, I was soon filled with enthusiasm for the idea of an “Exhibition on an (Exhibition) Room”, and I was able to also convince the management of the cultural center of this project: Thus, the theme for the 11th exhibition of the gallery had been settled! Through my friend Michael Groschopp, I had already
been introduced to MAIL ART some time ago, and I also had collected
a great number of addresses while participating in various projects.
In addition, we wanted to invite friends and acquaintances, as well
as, of course, a multitude of professional and folk (amateur) artists
(in the GDR). The invitations were quickly designed, and even the
printing was uncomplicated (no state printing permits were required
for “invitations”!);
we only had to find a compromise between official
invitation and private initiative: The cultural center took
care of the printing; we assumed responsibility for mailing and,
of course, for receiving the postcard entries. In fragments, the “DREAM-CREATION” project
was then presented still during the GDR area, among others in the
student club “HdL”, in the youth club “Reform”,
und in the “Club Gallery at Hasselbachplatz“ in Magdeburg,
and in the fall of 1988, it was shown in (mostly) complete form in
the cultural association club in Schönebeck. Thomas Westermann |
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